Ärzte Zeitung, 19.08.2015

RSV-Prophylaxe

Hoffnung auf Impfstoff gegen Kinder-Killer

OXFORD. Erste klinische Studien mit neuartigen Impfstoffen gegen das Respiratory Syncytial Virus (RSV) sind positiv verlaufen. Die Vakzinen bestehen aus gentechnisch veränderten nicht-pathogenen Viren, die RSV-Proteine auf der Oberfläche präsentieren (Science Translational Medicine 2015; 7: 300ra127).

Als Vektoren genutzt werden dabei ein Adenovirus von Schimpansen oder das vom Pockenimpfstoff bekannte Virus Modified Vaccinia Ankara (MVA). Forscher der "Oxford Vaccine Group" haben die Vakzinen bei 42 erwachsenen Probanden erfolgreich getestet, berichtet BBC News.

Jetzt müsse geklärt werden, ob die Schutzwirkung etwa in Risikogruppen ausreicht.

RSV-Infektionen sind die häufigste Ursache von Bronchiolitis und Pneumonie im ersten Lebensjahr. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Weltweit soll RSV nach WHO-Angaben fast 7 Prozent aller Todesfälle im ersten Lebensjahr verursachen. Nur an Malaria sterben mehr Säuglinge. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »