Ärzte Zeitung online, 12.01.2009

Typhus-Alarm auf Fidschi-Inseln - Hilfsappell nach Überschwemmungen

WELLINGTON (dpa). Weite Teile der Fidschi-Inseln im Südpazifik stehen nach verheerenden Unwettern unter Wasser. Die Regierung fürchtet den Ausbruch von Typhus, weil die Trinkwasserreservoire verseucht sind. Die Regierung startete am Montag einen weltweiten Hilfsappell. Der Regierungschef richtete ein Konto für Spenden ein.

Ein Neuseeländer, der auf der Insel Denarau Ferien machte, berichtete einem heimischen Sender, die Restaurants seien geschlossen, weil die Nahrungsmittel knapp würden. Die Touristen säßen weitgehend in ihren Zimmern fest. Das Trinkwasser wurde rationiert. In weiten Teilen der Inseln fiel zeitweise der Strom aus, die Telefonleitungen funktionierten nur sporadisch.

Im westlichen Teil der Hauptinsel war der Notstand ausgerufen worden. Drei Städte standen nach tagelangem Dauerregen weitgehend unter Wasser. Sieben Menschen waren in den Überschwemmungen ums Leben gekommen und tausende Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten. Die Gesundheitsbehörde rief die Menschen auf, zum Trinken Regenwasser zu sammeln und trotz der Umstände auf Hygiene zu achten, um Krankheiten zu vermeiden. Die Behörden verhängten nächtliche Ausgangssperren in den Städten, um Plünderungen der verlassenen Häuser und Läden vorzubeugen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »