Ärzte Zeitung online, 12.01.2009

Südafrika: Knapp 2000 Cholera-Kranke - Limpopo stark betroffen

JOHANNESBURG (dpa). Die aus dem benachbarten Simbabwe immer schneller übergreifende Cholera hat in Südafrika mittlerweile zur Infizierung von knapp 2000 Menschen und 13 Toten geführt. Allein in der an Simbabwe grenzenden Limpopo-Provinz wurden nach Behördenangaben von Montag mehr als 1800 Cholera-Kranke gezählt.

Hunderte kranke Simbabwer, die in ihrer Heimat meist vergeblich auf ärztliche Hilfe hoffen, haben sich dort über die Grenze nach Südafrika geschleppt. Nach Angaben des regionalen Gesundheitsministeriums wurden mittlerweile auch in Teilabschnitten des Tubatse-Flusses Cholera-Bakterien nachgewiesen.

Die Behörden befürchten durch die Rückkehr zehntausender simbabwischer Gastarbeiter aus den Weihnachtsferien bei ihren Verwandten einen drastischen Anstieg der Zahlen. In Simbabwe sind mehr als 1730 Menschen an der Cholera gestorben und rund 35 000 daran erkrankt. In Südafrika ist die Region um Johannesburg die nach der Limpopo-Provinz am meisten betroffene Gegend Südafrikas.

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