Ärzte Zeitung online, 09.02.2009

Welthungerhilfe spricht von 3300 Cholera-Toten in Simbabwe

BONN (eb/dpa). Die Cholera-Epidemie in Simbabwe breitet sich nach einem Bericht der Welthungerhilfe immer weiter aus. Seit dem vergangenen Sommer seien mehr als 65 000 Menschen erkrankt und die Zahl der Toten von 1000 zum Jahresende auf jetzt 3300 angestiegen, teilt die Hilfsorganisation am Montag in Bonn mit.

Peter Hinn von der Welthungerhilfe beklagt, dass das Thema von der Öffentlichkeit nur ungenügend wahrgenommen wird: Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit gehe das tägliche Sterben in Simbabwe weiter, sagte der Projektkoordinator in Harare.

Jetzt seien zusätzliche Behandlungszentren eingerichtet worden, in denen sich rund 135 000 Menschen mit Durchfallerkrankungen untersuchen lassen könnten. Dort könnten leichte Erkrankungen direkt behandelt werden. Schwere Fälle würden an das nächstgelegene Cholera-Zentrum überwiesen.

Die gemeinsam mit einer britischen Partnerorganisation betriebenen Stellen seien in Harare und in den nördlichen Provinzen errichtet worden, in denen die Epidemie besonders verbreitet sei.

Lesen Sie dazu auch:
Fast 60 000 Cholera-Kranke in Simbabwe - 7000 Fälle in Südafrika
Cholera in Südafrika breitet sich aus: Knapp 5000 Kranke, 36 Tote
Cholera in Simbabwe außer Kontrolle - EU will Sanktionen verschärfen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »