Ärzte Zeitung, 22.07.2009

Nüchternphase kein Vorteil bei Kindern

ERLANGEN (ikr). Auch bakterielle Gastroenteritiden haben bei immunkompetenten Kindern meist einen selbstlimitierenden Verlauf. Daher ist wie bei der viralen Diarrhoe primär eine symptomatische Therapie mit oraler Rehydratation indiziert. Darauf weisen Experten der Uniklinik Erlangen hin (Monatsschr Kinderheilk 156, 2008, 911).

Die orale Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr solle frühzeitig wieder aufgenommen werden. Nüchternphasen, Teepausen oder Heilnahrungen bringen nach Angaben der Pädiater keinen Vorteil. Auch bei der unkomplizierten Reisediarrhoe habe die orale Rehydratation erste Priorität.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »