Ärzte Zeitung online, 30.11.2010

Parasit im Trinkwasser: Schwedische Justiz ermittelt

STOCKHOLM (dpa). Im schwedischen Östersund sind mehr als 2500 Bürger an Parasiten im Trinkwasser erkrankt. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen eines möglichen Umweltvergehens aufgenommen.

"Wenn das hier zu einer Anklage führt, wird es eine sehr, sehr hohe Strafe geben", sagte der zuständige Ankläger Christer B. Jarlås der Nachrichtenagentur TT in Stockholm.

Am Wochenende steht in der mittelschwedischen Stadt der Auftakt des Biathlon-Weltcups auf dem Programm. Als Ursache für die Magen- und Darmerkrankungen ermittelten die Behörden Kryptosporidien-Parasiten im Trinkwasser. Sie verursachen Fieber, Schwindel, Bauchkrämpfe und Gewichtsverlust. Von den mehr als 2000 Erkrankten wurden etwa 20 stationär im Krankenhaus behandelt.

Die Bevölkerung in Östersund und den umliegenden Gemeinden wurde aufgefordert, das Wasser zum Trinken, Kochen und Zähneputzen abzukochen. Als mögliche Ursache gelten undichte Abwasserleitungen aus Betrieben. Dort hätten die Verantwortlichen möglicherweise "keine ausreichende Kontrolle mehr über ihre Aktivitäten", sagte ein Behördensprecher.

Als völlig unklar galt, wie schnell die Quelle der Trinkwasserverseuchung gefunden werden kann. Die Anwohner müssten sich "auf mehrere Wochen" einstellen, hieß es aus Östersund.

[01.12.2010, 09:15:41]
Wilfried Soddemann 
Wasserwerk muss in das Visier genommen werden!
Kryptosporidien-Parasiten sind in der Umwelt weit verbreitet. Sie sind zoonotisch und werden als Beispiele von Kälbern und Bibern in großer Zahl ausgeschieden. Ermittelt werden muss gegen das Wasserwerk, das die allgegenwärtigen Parasiten ganz offensichtlich nicht abfiltrieren kann.

Wilfried Soddemann
Bauassessor Dipl.-Ing.
Ltd. Regierungsbaudirektor a. D.
Mühlenstraße 5 b
48351 Everswinkel
Tel.: 0 25 82 - 99 13 66
Mail: soddemann-aachen@t-online.de
Homepage: http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »