Ärzte Zeitung, 17.01.2013

Reisemedizin

Cholera-Fälle in Havanna bestätigt

Nach tagelangen Gerüchten ist es nun offiziell: In Kubas Hauptstadt sind Cholera-Fälle aufgetreten.

HAVANNA. Rund ein halbes Jahr nach dem jüngsten Cholera-Ausbruch in Kuba haben die Behörden erneut 51 Fälle der bakteriellen Infektionskrankheit gemeldet. Betroffen ist die auch bei Touristen hoch im Kurs stehende Hauptstadt Havanna.

Damit bewahrheiteten sich Gerüchte, die bereits seit Tagen im Umlauf waren. Im Juli 2012 starben drei Menschen an Cholera in Kuba. Damals waren über 400 Fälle registriert worden - damals nach Behörden-Angaben das erste Mal seit über einem Jahrhundert.

Auf den neuerlichen Cholera-Ausbruch in der rund zwei Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt hatte die oppositionelle Internet-Bloggerin Yoani Sánchez hingewiesen.

Die Gerüchte wurden jetzt von den Behörden in der offiziellen Zeitung "Granma" bestätigt. Der Ausbruch sei vom 6. Januar an bemerkt worden. Auslöser sei eine Infektion bei einem Lebensmittelverkäufer gewesen.

Die weitere Übertragung der Krankheit sei nahezu gestoppt. Die aktuellen Fälle wurden in dem Hauptstadtbezirk Cerro festgestellt. Der Lebensmittelhändler soll sich die Infektion in anderen Regionen des Landes zugezogen haben. Die Bewohner wurden aufgefordert, auf Hygienevorschriften zu achten. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »