Ärzte Zeitung online, 25.03.2014

Resistenzen

EFSA warnt vor unkritischer Antibiose

Europäische Behörden sind wegen zunehmenden Resistenzen bei Zoonosen beunruhigt. Sie raten zum kritischen Einsatz von Antibiotika - bei Mensch und Tier.

PARMA. Europäische Experten warnen erneut vor Antibiotika-Resistenzen von Bakterien. Wie ein am Dienstag von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Parma veröffentlichter Bericht zeigt, sind Salmonellen und Campylobacter oftmals resistent gegen gängige Antibiotika.

Solche Resistenzen bei häufigen Verursachern von Lebensmittelinfektionen können die wirksame Behandlung von Infektionen auch beim Menschen beeinträchtigen, erinnern die Autoren der EFSA und des europäischen Seuchenkontrollbehörde ECDC.

"Deshalb ist eine umsichtige Anwendung von Antibiotika nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren von größter Wichtigkeit", sagte Dr. Marta Hugas, Chefin der EFSA-Abteilung für Risikobewertung.

Bei schweren Zoonosen gebe es derzeit jedoch meistens noch Behandlungsmöglichkeiten, hält der Bericht fest. Denn eine gleichzeitige Resistenz gegen mehrere wichtige Antibiotika bleibt den Daten zufolge gering.

Dennoch gebe die Häufigkeit resistenter Bakterien Anlass zur Sorge. Die Experten werteten für den Bericht Daten von 2012 aus 29 europäischen Staaten aus. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »