Ärzte Zeitung online, 29.07.2008

17-Jährige stirbt an fulminanter Meningokokken-Infektion

Kelheim (eb). Eine junge Frau aus dem Landkreis Kelheim ist innerhalb von Stunden nach Auftreten erster Symptome an einer fulminaten Meningokokken-Infektion gestorben.

Die junge Frau starb am Freitagabend im Universitätsklinikum Regensburg, wie der Donaukurier in einem Online-Artikel mitteilte. Nach Angaben der Zeitung war die Frau am Freitag früh noch zur Arbeit erschienen. Dann seien die ersten Symptome der Infektion aufgetreten: Übelkeit, Gliederschmerzen und Bewusstseinsstörungen.

Sie wurde zunächst in ein örtliche Klinik aufgenommen, dann aber wegen des fulminanten Verlaufs in die Universitätsklinik Regensburg verlegt, wo sie trotz intensivmedizinischer Therapie am Freitagabend starb.

In einer Pressekonferenz informierte der Landrat beteiligte Ärzte. Der Bevölkerung wurde geraten, im Zweifel sofort einen Arzt aufzusuchen. Beim wem sich die 17-Jährige angesteckt hat, ist ungeklärt.

Meningokokken-Infektionen

In Deutschland werden jährlich etwa 700 Menigokokken-Erkrankungen gemeldet. Jeder zehnte Erkrankte stirbt. In Deutschland kommen die Erregertypen B und C vor. Gegen den Typ C gibt es eine Impfung. Sie wird im zweiten Lebensjahr als Standard empfohlen.

Weitere Informtionen zu Meningokokken-Erkrankungen, zur Impfprophylaxe und Therapie:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »