Ärzte Zeitung, 25.02.2009

Meningitis duldet keinen Aufschub der Antibiose

Die klassische Trias von Fieber, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörungen tritt bei Meningokokken-Meningitis nach Daten einer niederländischen Studie nur bei etwa einem Viertel der Patienten auf.

Bei vielen Patienten wird zudem die Antibiose verzögert, weil die Ärzte zunächst eine Liquorpunktion oder ein MRT vornehmen, so Professor Hans-Walter Pfister von der LMU München. Er rät daher, bewusstseinsgestörte Patienten mit fokalneurologischen Defiziten und Verdacht auf bakterielle Meningitis sofort mit Antibiotika zu behandeln. (mut)

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