Ärzte Zeitung online, 02.12.2013

Meningokokken B

Neue Vakzine jetzt erhältlich

MARBURG. Ab Montag, den 2. Dezember, ist in Deutschland ein Impfstoff gegen Meningokokken B erhältlich. Die Arznei soll Säuglinge ab zwei Monaten vor den Infektionen schützen. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) habe noch nicht über eine Empfehlung des Impfstoffs entschieden.

Der Erreger zählt zu den häufigsten Auslösern von Hirnhautentzündung und Blutvergiftung bei Kindern und Jugendlichen.

Laut RKI werden zwar nur rund 300 Meningokokken-B-Infektionen pro Jahr gemeldet, diese sind aber wegen ihrer Schwere gefürchtet. Jeder Zehnte stirbt, einer von fünf trägt Behinderungen davon. Säuglinge und Kleinkinder sind am stärksten gefährdet.

Das Unternehmen Novartis hat die Vakzine entwickelt, die unter dem Namen Bexsero® vermarktet wird. Es ist der weltweit erste Impfschutz gegen Meningokokken der Serogruppe B. Impfstoffe gab es vorher gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y. (dpa)

[02.12.2013, 08:45:42]
Dr. Uwe Wolfgang Popert 
Impfungen austauschen
Bisher wird ja für Kinder eine Meningokokken-Impfung empfohlen - obwohl der Impfstoff nur gegen die noch wesentlich selteneren Meningokokken AWCY helfen soll. Kosten-NutzenEffektivität für Deutschland ist höchst fraglich.
Wenn überhaupt Meningokoken-Impfung (ausser bei Fernreisen), dann macht hier bestenfalls eine Impfung gegen Meningokokken B Sinn. Also "B" statt "AWCY".  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »