Ärzte Zeitung, 26.08.2004

Nagelfräse erspart bei Nagelpilz meist die Op

Sinnvolle Zusatzleistung / Anschaffung des Gerätes amortisiert sich rasch

MÜNCHEN (sto). Patienten mit Onychomykosen kann eine sinnvolle Zusatzleistung angeboten werden: Der Nutzen einer Therapie mit der Nagelfräse ist den Patienten unmittelbar einsichtig, so der niedergelassene Facharzt für Hautkrankheiten und Allergologie, Dr. Karsten Pfennig aus Werdau.

Wer mit einer Onychomykose zum Arzt geht, sollte ernst genommen werden, sagte Pfennig bei der 19. Fortbildungswoche für Dermatologie in München. Denn die Onychomyko-se sei eine Infektionskrankheit und nicht nur ein kosmetisches Problem. So könne er den Patienten die angegangene Kultur zeigen, um ihnen klar zu machen, daß es sich bei der Onychomykose wirklich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, sagte Pfennig bei einem Seminar der beiden Unternehmen Aventis und Galderma. "Das macht Eindruck und bindet an die Praxis", berichtete Pfennig über seine Erfahrungen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung einer Onychomykose sei der Einsatz einer Nagelfräse, so der Hautarzt. Die Behandlung mit der Nagelfräse in der Praxis sei eine sinnvolle Zusatzleistung, deren Nutzen der Patient rasch erkennt. Dank dieser schonenden Behandlung bleibe den Patienten eine Nagelextraktion beim Chirurgen in der Regel erspart.

Die Investition für eine Nagelfräse erfordert nach Angaben von Pfennig keinen großen Aufwand und amortisiere sich bereits bei nur 15 Patienten pro Quartal innerhalb eines Jahres.

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