Freitag, 3. September 2010
Ärzte Zeitung online, 14.08.2010

Schweinegrippe: Aktuelle Daten und Zahlen

Aktuelle Zahlen zur Schweinegrippe

© bitface / fotolia.com

NEU-ISENBURG (eb). Die WHO hat die Schweinegrippe-Pandemie offiziell für beendet erklärt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) waren in Deutschland mehr als 226.000 Infizierte gemeldet, 258 Menschen starben. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden zum Thema Schweinegrippe. Tägliche oder regelmäßige Updates gibt es aber derzeit nicht.

Zahlen zur Neuen Grippe (Schweinegrippe)


Letztes Update 14. August
Zahl der Toten weltweit: über 18.400

Länderübersicht EU und EFTA: Zahl der Toten

Länder Tote Insgesamt
Belgien
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Irland
Island
Italien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Schweden
Schweiz
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechische Republik
Ungarn
Zypern
17
40
30
258
19
44
312
149
362
26
2
210
34
23
3
5
62
29
24
148
83
122
25
16
95
19
271
102
134
6

 
Quelle: ECDC


Anmerkungen: 
Wir generieren die Zahlen aus Daten der europäischen Behörde ECDC und des RKI. Da derzeit weltweit nur vereinzelt H1N1-Infektionen gemeldet werden, updaten wir bis auf weiteres die Zahlen nicht.
Nach Angaben des RKI wurden mehr als 226.000 Infektionen und 258 an den Folgen Gestorbene in Deutschland gemeldet.
Weitere Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

[28.12.2009, 15:27:44]
Dr. Ludwig Rogg 
Totaler Zahlen-Schwachsinn!
Muß die Bundesregierung jetzt den zuviel bestellten Impfstoff nach Afrika über das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit verhöckern? Es wäre viel vernünftiger 14 Millionen Euro an Hilfsorganisationen zu überweisen, die nachweislich hungernden Kindern
helfen!! Wird denn eine noch immer dümmere Politik gemacht?
Dr. L.Rogg zum Beitrag »
[24.12.2009, 11:55:32]
Dr. Frank Berndt 
Unwort des Jahres: "Schweinegrippe"
Nirgendwo findet man die Quoten der in den einzelnen Bundesländern tatsächlich gegen "Schweinegrippe" Geimpten - Zufall oder Politikum??  zum Beitrag »
[23.11.2009, 13:48:02]
Annette Mende 
Schweinegrippe Nennerproblem
Per Mail erreichte uns folgender Leserkommentar von Dr. Martin P. Wedig:

"Für die 47. Kalenderwoche errechnet sich nach ihrer Veröffentlichung eine Sterbequote von 0.05% (BRD 31/53.957). Die Sterbequote sank von der Herdletalität 3% über den für die Einleitung von Empfehlungen wesentlichen Wert von 0,5% fortlaufend. Leserbriefe reflektieren einen Anstieg der Inzidenz nach Änderung der Meldepflicht. Die Zunahme an Neuerkrankungen ist plausibel nach der von Mikolajczyk mit Deutschen Ärzteblatt 47/2009 verönffentlichten Modellierung mit einer Übertragungsrate von 2.5 ab dem Auftreten von Influenza in der Bundesrepublik Deutschland.
Die an der Sterbequote zu bemessene Gefährlichkeit von Influenza
H1N1/2009 ist derzeit gering. Ohne Registrierung der Inzidenz mit Ersatzverfahren, geht die Bemessung des Sterberisikos verloren.

Mit freundlichen Grüßen Martin P. Wedig" zum Beitrag »
[19.11.2009, 19:28:58]
Carsten Gerdesmeyer  cargerd@hotmail.de
h1n1
Nach Änderung der Meldepflicht seit Montag (nur noch Todesfälle sind zu melden) hat es in unserer Praxis einen erheblichen Sprung an Neuinfektionen gegeben. Da diese statistisch nicht erfasst werden, werden sich in Zukunft die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen wohl umgekehrt proportional zur Realität verhalten.
 zum Beitrag »
[18.11.2009, 08:26:42]
Wilfried Soddemann 
H1N1 Meldepflicht
Auch die positiven Ergebnisse von Influenza-Schnelltesten sind nach dem Infektionsschutzgesetz von den Ärzten dem Gesundheitsamt zu melden.

MfG Wilfried Soddemann
soddemann-aachen@t-online.de zum Beitrag »
[10.11.2009, 13:53:38]
Gabriele Wagner 
Zahlenschwankungen
Sehr geehrter Herr Kollege Tornieporth,

danke für Ihren Hinweis. Ich nehme Ihren Hinweis zum Anlass, unter dem fortlaufend aktualisierten Artikel zu erläutern, wie es zu den Schwankungen kommt.

Wir generieren die Daten vor allem von der europäischen Behörde ECDC, dem RKI, aber auch der WHO sowie nationalen und internationalen Behörden und Nachrichtenagenturen.

Die Schwankungen – vor allem nach unten – ergeben sich aus dem Umstand, dass gemeldete Zahlen manchmal später wieder nach unten korrigiert werden, etwa wenn virologische Untersuchungen keine H1N1-Infektion bestätigen.


Die Zahlen-Abweichungen - besonders nach oben - etwa von denen des RKI oder ECDC – ergeben sich, weil das RKI in der Regel derzeit ein bis zweimal wöchentlich aktualisiert, die ECDC nicht übers Wochenende, aber ständig neue Zahlen von Gesundheitsbehörden herein kommen.

Und leider kommt es auch mal zu einer iatrogenen Schwankung - heute hatte ich mich beim Zusammenzählen geirrt. Ich bitte um Entschuldigung und danke Ihnen und allen Lesern für die wachsamen Augen.

Beste Grüße
Gabriele Wagner, Ärztin
Ressortleiterin Newsroom / Online
 zum Beitrag »
[10.11.2009, 11:27:14]
Arne Tornieporth 
Datenqualität
Stand 9. November, 18:00 Uhr hatten Sie weltweit eine Zahl von 6521 Toten veröffentlicht. Stand 10. November, 08:50 Uhr sind es weltweit nun "nur" 6433 Tote. Addiere ich die Zahlen komme ich Stand 10.11.2009, 08:50 Uhr auf 6033 Tote weltweit. Woher kommen diese Schwankungen? Was ist die Datenbasis?
Mit freundlichen Grüßen,
Arne Tornieporth zum Beitrag »
[10.11.2009, 10:00:39]
Gabriele Wagner 
Hoffnung auf Einsicht
Auf den Kommentar von Professor von Loewenich hat Dr. Jan Leidel, Mitglied der STIKO, im Forum Schweinegrippe geantwortet:

Sehr geehrter Herr Professor von Loewenich,

ich habe die Hoffnung auf Einsicht bei den meisten Menschen noch nicht aufgegeben. Vielleicht hilft ja ein aufklärendes, an die Verantwortung des Personals gegenüber den Patientinnen erinnerndes Gespräch in vielen Fällen doch.

In NRW wird der Gesundheitsminister auf den Rat einer Expertengruppe hin ein Schreiben an alle Kliniken und andere medizinische Einrichtungen richten, in dem nochmals an eben diese verantwortung erinnert wird: "Ich halte das insbesondere aus Gründen der Verantwortung nicht nur gegenüber der eigenen Person, sondern gerade auch gegenüber den Patientinnen, Patienten sowie den Pflege- und Hilfebedürftigen in Krankenhäusern und sonstigen stationären Einrichtungen für unvertretbar." Und abschließend schreibt der Minister: "Es kann persönliche Gründe geben, die gegen eine Impfung sprechen. Dann muss medizinisches Personal, das nicht geimpft ist, verpflichtet werden, bei der Ausübung seines Dienstes besondere persönliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen."

Sicher kontraproduktiv wäre es, medizinische Einrichtungen, gerade in einer derartigen Situation, in der ja viele von ihnen in besonderem Maße benötigt werden, zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen
J. Leidel
 zum Beitrag »
[06.11.2009, 18:16:38]
Prof. Dr. Volker von Loewenich 
Schweinegrippe und Hebammen
Wie soll man verfahren, wenn sich Hebammen eines Krankenhauses nicht impfen lassen?
Kreiss-Saal schließen? Mundschutz verordnen?
Was tun, wenn auf der Wöchnerinnen-Station eine Wöchnerin nachweislich Schweinegrippe hatte und die Pflegerinnen alle nicht geimpft sind? Abteilung schließen? zum Beitrag »
[29.10.2009, 13:47:37]
Dr. Ulrich Kainzbauer  ulrich.kainzbauer@fachklinik-enzensberg.de
Die Sache mit den Prozentangaben
Die erwähnte Anzahl von 70% positiv getesteten Proben (9060) bei einer Gesamtzahl von 12943 Proben, wie von der US-Behörde CDC bekanntgegeben, hat mich etwas verwundert. Nach Ansicht des Links zu dieser Seite fand ich in der Tabelle die Zahl von 4855 positiven Proben (37,5%), von denen rund 70% das H1N1 besaßen. Das macht in absoluten Zahlen 3378 Proben, also von der Ursprungszahl 26%!  zum Beitrag »
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