Ärzte Zeitung online, 28.04.2009

Schweinegrippe-Virus verändert sich schnell

BERLIN (dpa). Das mutierte Schweinegrippe-Virus verhält sich anders als gewöhnliche Grippeviren. Es sei ungewöhnlich und möglicherweise auch gefährlich, weil es sich relativ schnell aus Erbgut-Komponenten von Mensch-, Schweine- und Vogelviren entwickelt habe, erläuterte die Sprecherin des Robert Koch-Instituts, Susanne Glasmacher.

Bei einer "normalen" saisonalen Welle verändere sich das Virus sehr viel langsamer und das menschliche Immunsystem könne sich besser darauf einstellen. Durch diesen Vorlauf könnten Impfstoffe rechtzeitig entwickelt werden. Auch früher habe es schon vereinzelt Vogel/Schwein/Mensch-Virenkombinationen gegeben. Neu sei jetzt jedoch der Übertragungsweg dieser Viren von Mensch zu Mensch.

Es könnte aber gut sein, dass eine mögliche Pandemie nur als sehr leichte Welle verlaufen würde, da das Virus - zumindest außerhalb von Mexiko - keine besonders schweren Verläufe erzeugt hat. Letztendlich wisse man aber noch viel zu wenig über den Erreger.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »