Ärzte Zeitung online, 30.04.2009

Grippe-Patient infizierte möglicherweise zwei Menschen

REGENSBURG/STRAUBING (dpa). Ein an Schweinegrippe erkrankter Mann, der im Regensburger Universitätsklinikum behandelt wird, hat möglicherweise zuvor in einem anderen Krankenhaus zwei Menschen angesteckt. Im Kreiskrankenhaus Mallersdorf, wo der 37-Jährige mehrere Tage lag, bevor bei ihm Schweinegrippe diagnostiziert wurde, könnte er eine Krankenschwester und einen Zimmernachbarn infiziert haben.

Der Vorstandsvorsitzende der Kliniken des Landkreises Straubing-Bogen, Alois Lermer, bestätigte am Donnerstag Medienberichte, wonach eine Schwester aus dem Raum Landshut deutliche Symptome zeige und vorbeugend mit Grippemedikamenten behandelt werde.

Zudem habe ein anderer Patient, mit dem der 37-Jährige auf der Intensivstation lag, nun leichtes Fieber und sei deshalb in der Klinik isoliert worden. Dieser Patient soll allerdings nicht ganz eindeutige Grippesymptome haben. In beiden Fällen ist der Schweinegrippe-Erreger H1N1 noch nicht nachgewiesen worden.

Der 37 Jahre alte Mann aus Pfakofen im Landkreis Regensburg, der auf einer Reise nach Mexiko an der Schweinegrippe erkrankte, wird weiter in der Universitätsklinik behandelt. Der Mann soll allerdings die Grippe selbst bereits auskuriert haben und nun an einer Folgeerkrankung leiden.

Ein Schweinegrippe-Verdachtsfall in Schwaben bestätigte sich indessen nicht. Bei einem aus Mexiko zurückgekehrten Mann wurde nach Angaben des Landratsamtes Donauwörth das Virus nicht nachgewiesen. In Bayern gibt es bislang zwei bestätigte Schweinegrippe-Erkrankungen, neben dem Mann aus Regensburg eine 37 Jahre alte Frau aus Kulmbach.

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