Ärzte Zeitung, 13.05.2009

US-Behörde rät schwangeren Grippekranken zu Arzneien

Centers for Disease Control and Prevention: "Nutzen der Neuraminidasehemmer überwiegen die theoretischen Vorbehalte"

NEU-ISENBURG (hub). Nach Angaben der WHO verläuft die Schweinegrippe unverändert mild. In Kanada etwa hätten die Infizierten kein Fieber. In Deutschland gibt es nach wie vor 12 nachgewiesene Infektionen, weltweit fast 6000. Die CDC weisen daraufhin, dass einer an Grippe erkrankten Schwangeren Neuraminidasehemmer verordnet werden sollten.

Molekularbiologisch bestätigte Erkrankungen durch Schweinegrippe, Stand 12. Mai 2009.

Die Schweinegrippe, auch Neue Grippe oder Mexikanische Grippe genannt, breitet sich weltweit weiter aus. Nach wie vor sind es jedoch primär Reisende, die die Viren meist aus Mexiko oder den USA in ihre Heimatländer mitbringen.

US-Behörde rät schwangeren Grippekranken zu Arzneien

Foto: www.fotolia.de / GSK

Die WHO berichtet von knapp 6000 nachgewiesenen Erkrankungen durch das neue H1N1-Virus und zwar aus insgesamt 33 Ländern. Primär betroffen sind noch immer die USA und vor allem Mexiko.

Die US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gehen davon aus, dass künftig sowohl Schweinegrippe-Viren als auch - im kommenden Herbst - Viren der saisonalen Influenza nachgewiesen werden. Ob der mexikanische H1N1-Stamm sich dann, wie von einigen Experten befürchtet, zu einem gefährlichen Virus verändert, sei völlig offen.

Die CDC weisen daraufhin, dass Frauen sich vor einer Schwangerschaft gegen Influenza impfen lassen sollten. Ist das, wie im Falle des neuen H1N1-Virus nicht möglich, sollte einer an Grippe erkrankten Schwangeren Neuraminidasehemmer verordnet werden. Der Nutzen antiviraler Arzneien überwiege die theoretischen Vorbehalte bei weitem.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch:
Gefahr durch Pandemie bleibt noch unklar

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »