Ärzte Zeitung online, 19.05.2009

Falscher Alarm: Deutsche nicht an Schweinegrippe gestorben

BANGKOK (dpa). Die in Thailand gestorbene deutsche Touristin hatte entgegen eines ersten Verdachts keine Schweinegrippe. Das berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Dienstagabend (Ortszeit). "Zwei Laborergebnisse haben bestätigt, dass sie nicht mit dem neuen Virus infiziert war", sagte der Sprecher des Ministeriums.

Das Institut für forensische Medizin hatte zuvor ein positives Ergebnis gemeldet. Die Touristin, nach neuesten Angaben 65 Jahre alt, war am Montagabend in einem Krankenhaus gestorben. Sie war mit Grippesymptomen in die Klinik gebracht worden. Die Frau war mit ihrem Mann und einer weiteren Verwandten am 12. Mai aus Deutschland nach Thailand gekommen. Die Familie fuhr nach Hin Hua 130 Kilometer südwestlich von Bangkok, um Urlaub zu machen. Die 65-Jährige hatte nach Angaben der Behörden eine Lungenentzündung und Fieber. Sie sei auf dem Weg von den Krankenhaus in Hin Hua nach Bangkok gestorben.

Die Behörden hatten Verdacht auf Schweinegrippe und hatten ihren Mann und mehrere andere Menschen, mit denen sie in Kontakt gekommen war, vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Insgesamt hat Thailand zwei Fälle von Schweinegrippe gemeldet. Beide Erkrankten waren zuvor in Mexiko und sind inzwischen wieder gesund. 20 Menschen waren am Dienstag in vorsorglicher Quarantäne.

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