Ärzte Zeitung online, 22.05.2009

Schweinegrippe: Quarantäne in spanischer Militärakademie

MADRID (dpa). Rund 60 Soldaten einer Militärakademie nahe Madrid sind unter Quarantäne gestellt worden, weil sie sich vermutlich mit der Schweinegrippe angesteckt haben. Sechs von ihnen seien mit hohem Fieber in ein Militärkrankenhaus eingewiesen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstagabend in der spanischen Hauptstadt mit.

Ihr Zustand sei aber nicht ernst. Es sei davon auszugehen, dass diese Soldaten mit dem neuen Virus A/H1N1 infiziert seien. Das Gesundheitsministerium erklärte jedoch, eine Bestätigung liege noch nicht vor. Das Ergebnis der Untersuchungen stehe noch aus.

In der Militärakademie in der Ortschaft Hoyo de Manzanares nordwestlich von Madrid leben nach Medienberichten rund 1200 Offiziersanwärter und Ausbilder. Die ersten Fälle seien am 18. Mai festgestellt worden. Wie es zu der möglichen Ansteckung kommen konnte, sei noch unbekannt. Die Soldaten würden mit Antiviren-Medikamenten behandelt.

Erst am Mittwoch hätten etwa 60 Schüler aus der Umgebung mit ihren Lehrern die Akademie besucht, hieß es. In Spanien sind bislang 113 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »