Ärzte Zeitung online, 27.05.2009

Erster Fall von Mexikanischer Grippe (Schweinegrippe) in Baden-Württemberg

STUTTGART (dpa). In Baden-Württemberg gibt es einen ersten Fall von Schweinegrippe. "Wir haben nun den ersten Fall von "Neuer Grippe" in Baden-Württemberg", teilte Gesundheitsministerin Monika Stolz (CDU) am Dienstag in Stuttgart mit. "Die Untersuchung des Landesgesundheitsamts hat gezeigt, dass sich ein Mann aus dem Kreis Göppingen mit dem Subtyp der "Neuen Grippe" infiziert hat."

Der Mann sei in den USA gewesen und habe nach seiner Rückkehr nach Deutschland über Krankheitssymptome geklagt. Dem Patienten gehe es aber den Umständen entsprechend gut.

Er werde weiter in einem Krankenhaus im Kreis Göppingen behandelt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Der Mann schwebe nicht in Lebensgefahr. Genauere Angaben zum Alter des Patienten und zur Klinik, in der er betreut wird, machte die Behörde nicht. Auch wann der Mann aus den USA zurückgekehrt war und wie lange er sich dort aufgehalten hatte, sagte die Sprecherin nicht.

In Deutschland sind damit 18 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. Neben dem neu Infizierten in Baden-Württemberg wurden nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) Fälle in Nordrhein-Westfalen (3), Bayern (7), Sachsen-Anhalt (4), Brandenburg (2) und Hamburg (1) registriert.

Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Stolz betonte, alle Erkrankungsfälle in Deutschland hätten bisher einen "milden Verlauf" genommen. Es gebe keinen Grund zur Panik. Der Krankheitsverlauf wird bei dem Virus als zumeist milde und überschaubar eingestuft. Weltweit gab es aber bereits zahlreiche Todesfälle.

Anfang Mai hatte sich der erste offizielle Verdachtsfall in Baden-Württemberg auf die gefährliche Grippe-Form bei einem 28 Jahre alten Mexiko-Urlauber aus Reutlingen nicht bestätigt. Die Behörden hatten nach Untersuchungen Entwarnung gegeben, der Mann litt an einer gewöhnlichen Influenza.

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