Ärzte Zeitung online, 27.05.2009

Mexikanische Grippe (Schweinegrippe) in mehr als 50 Ländern nachgewiesen

STOCKHOLM/GENF/HAMBURG (dpa). Die Mexikanische Grippe (Schweinegrippe) hat mehr als 50 Länder erreicht. Die EU-Seuchenbehörde ECDC zählte bis Dienstagabend 49 Länder. Zusätzlich meldeten am Mittwoch noch das Königreich Bahrain und Singapur ihre jeweils ersten Fälle, beide Erkrankten waren zuvor in New York.

Schwerpunkte der Seuche sind weiterhin die USA mit 6764 Fällen und Mexiko mit 4541 Fällen. In Deutschland sind bislang 18 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt, der jüngste Fall wurde am Dienstagabend in Baden-Württemberg gemeldet. Ein aus den USA zurückgekehrter Mann aus dem Kreis Göppingen hatte sich mit der Mexikanischen Grippe infiziert. In Europa haben Großbritannien (184 Fälle) und Spanien (138 Fälle) die meisten Erkrankten.

Insgesamt zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 13 000 Fälle und 92 Tote, 80 davon in Mexiko. "Es gibt keinen Zweifel: Das Virus verbreitet sich", sagte WHO-Generaldirektor für Gesundheitssicherheit und Umwelt, Keiji Fukuda am Dienstagabend in Genf. Derzeit werde noch darüber diskutiert, wann genau die höchste Warnstufe sechs ausgerufen werden soll. Bislang gelte, dass sich die Krankheit außer in Nordamerika in einer zweiten WHO-Region weit ausbreiten müsse. Die Definition des Wortes "Ausbreitung" werde in den kommenden Wochen neu bearbeitet. Es gibt bislang keinen Hinweis, dass die Grippe durch Schweine übertragen wird.

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