Ärzte Zeitung online, 12.06.2009

EU bleibt bei Krisenmanagement zu Schweinegrippe

BRÜSSEL (dpa). Im Kampf gegen die Schweinegrippe-Pandemie ändert die EU nichts an ihrem Krisenmanagement. "Wir sehen derzeit keinen Anlass dazu", sagte die Sprecherin von EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou am Freitag in Brüssel.

Die WHO hatte für die Schweinegrippe am Donnerstag die höchste Alarmstufe 6 ausgerufen und sie damit zu einer weltweiten Epidemie (Pandemie) hochgestuft.

Die EU überwache die Entwicklung von Impfstoffen und sei in die Planung und Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten eingebunden, sagte die Sprecherin. "Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt und sind mit den wissenschaftlichen Einrichtungen und den Mitgliedstaaten im ständigen Gespräch, falls andere Maßnahmen nötig werden sollten."

Die EU-Kommission und die tschechische Ratspräsidentschaft wiesen in einer gemeinsamen Erklärung darauf hin, dass die Alarmstufe nur wegen der weiten Verbreitung des Virus erhöht worden sei und nicht, weil die Krankheit gefährlicher geworden sei. Bis jetzt seien die Infektionen mit dem neuen H1N1-Virus relativ mild verlaufen und die Sterberate gering gewesen.

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