Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Weniger Einschränkungen bei Schweinegrippe

BERLIN (dpa). Die Regelungen für den Umgang mit Schweinegrippe-Fällen sind in Deutschland künftig weniger streng. Bisher sei nach jeder Kontaktperson eines Erkrankten gesucht und diese in Quarantäne gesteckt worden, erläuterte Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

Nun gebe es für diese Menschen weniger Einschränkungen. Die Empfehlung laute, sich darauf zu beschränken, die Ansteckung besonders gefährdeter Gruppen zu vermeiden. Eine Krankenschwester mit erkranktem Mann etwa dürfe sehr wohl am Kiosk eine Zeitung kaufen, solle aber nicht im Krankenhaus arbeiten. Ähnliches gelte für eine Kindergärtnerin.

Auf Schulschließungen und ähnliche Maßnahmen hätten die Empfehlungen kaum Einfluss, da sie weiter von Fall zu Fall vom zuständigen Gesundheitsamt entschieden würden, erläuterte Glasmacher. Die neuen Empfehlungen wurden - angelehnt an entsprechende Anpassungen in anderen Ländern - vom RKI gemeinsam mit den Bundesländern erarbeitet.

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