Ärzte Zeitung online, 23.07.2009

Arabische Länder schränken Mekka-Wallfahrten ein

KAIRO (dpa). Wegen der Schweinegrippe haben die arabischen Gesundheitsminister Einschränkungen bei Wallfahrten von Muslimen in die heilige Stadt Mekka beschlossen. Menschen über 65, Kinder unter zwölf und chronisch Kranke dürfen demnach keine Pilgerreisen mehr nach Saudi-Arabien unternehmen, berichtete die ägyptische Zeitung "Al-Ahram" am Donnerstag.

Die Gesundheitsminister der arabischen Länder waren am Vortag zu Beratungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zusammengetroffen.

Die jährliche große Wallfahrt nach Mekka, die Hadsch, findet in diesem Jahr im November statt. Ein erhöhtes Pilgeraufkommen wird auch im Fastenmonat Ramadan erwartet, der im August beginnt. Außerhalb dieser Pilgersaison absolvieren zehntausende Muslime aus aller Welt die sogenannte kleine Wallfahrt, die Umrah. Ihr Zeitpunkt kann frei gewählt werden.

Die arabischen Gesundheitsminister trafen unter anderem deshalb zusammen, weil in der vergangenen Woche bei acht Mekka-Pilgern aus Kuwait der Schweinegrippe-Erreger nachgewiesen wurde. In Ägypten starb zudem am Wochenende eine 25-jährige Frau an der Schweinegrippe, die während einer "Umrah" erkrankt war. Sie war das erste Todesopfer in dem Land.

Saudi-Arabien rechne in diesem Jahr mit weniger Pilgern als in den Jahren zuvor, erklärte der saudische Gesundheitsminister Abdullah al- Rabiah am Rande des Treffens in Kairo. Sein Land werde allerdings keine einschränkenden Quoten festlegen. Es liege im Ermessen der Herkunftsländer der Pilger, eventuelle Einschränkungen zu verfügen, sagte er.

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