Ärzte Zeitung online, 24.07.2009

Schweinegrippe: 380 neue Infektionen in Deutschland registriert

MAINZ (dpa). In den letzten 24 Stunden hat es in Deutschland nach Angaben von RKI-Präsident Professor Jörg Hacker 380 neue Schweinegrippefälle gegeben. Damit sei der Anstieg etwas geringer als in den 24 Stunden zuvor, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts im ZDF-"Morgenmagazin" am Freitag.

Es seien jedoch weitere Infektionen zu erwarten und damit auch Fälle mit schwererem Verlauf, wie sie bereits in Großbritannien aufgetreten sind. "Wir sehen das mit Sorge, ohne in Panik zu verfallen", sagte Hacker.

Es sei ungewöhnlich, dass sich das Virus gerade im Sommer derart verbreite, sagte der RKI-Präsident und verwies darauf, dass die meisten Fälle in Deutschland importiert seien, das heißt von Urlaubsreisen vor allem nach Spanien mitgebracht würden. Er riet eindringlich dazu, die Hygiene zu beachten. "Hände waschen, sich nicht anhusten oder anniesen lassen."

Hacker stellte in Aussicht, dass im Herbst genügend Impfstoff für alle bereit stünde. Zunächst sollten jedoch etwa 30 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, dazu gehöre Medizinpersonal oder alle, die für die öffentliche Ordnung zuständig seien. Auch besonders Gefährdete sollten geimpft werden wie Asthmakranke, Diabetiker, Schwangere oder Übergewichtige.

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