Ärzte Zeitung online, 10.08.2009

USA fürchten Zehntausende Schweinegrippe-Tote

WASHINGTON (dpa). US-Gesundheitsexperten fürchten, dass im Herbst Zehntausende Amerikaner an Schweinegrippe sterben werden. Der Verlauf der Krankheit in den kommenden Monaten könnte schlimmer ausfallen als bei einer normalen herbstlichen Grippewelle, die in den USA im Durchschnitt 36 000 Menschen das Leben kostet.

Grund sei, dass die H1N1-Virusvariante der Schweinegrippe neu sei und die Menschen noch keine Immunität dagegen entwickeln konnten, berichtete die "Washington Post" am Montag. "Diese Epidemie wird sich schneller als normalerweise ausbreiten, weil die Bevölkerung anfälliger ist", zitiert das Blatt Professor Marc Lipsitch von der Havard School for Public Health.

"Man kann klar sagen, dass es Dutzende Millionen Krankheitsfälle geben wird, Hunderttausende Klinikeinweisungen und Zehntausende Tote. Das ist nicht untypisch. Die Frage ist, wie viele Zehntausende Tote es sein werden." Besondere Sorgen bereite es, dass der Impfstoff gegen die Schweingrippe erst Mitte Oktober verfügbar sein werde, schreibt die Zeitung. Dann habe die Schweinegrippewelle aber wahrscheinlich bereits einen ersten Höhepunkt erreicht.

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