Ärzte Zeitung online, 26.08.2009

90 000 Schweinegrippe-Tote in USA befürchtet

WASHINGTON (dpa). Die Schweinegrippe könnte in der kommenden Grippesaison in den USA nach offiziellen Angaben zwischen 30 000 und 90 000 Todesopfer fordern. Das wären etwa doppelt so viele Grippeopfer wie in vergangenen Jahren, sagte ein Beraterausschuss der US-Regierung für Gesundheitsfragen am Montagabend in Washington voraus.

Foto GSK, www.fotolia.de

Demnach könnte sich in den kommenden Monaten jeder zweite Amerikaner mit dem H1N1-Virus infizieren. Im schlimmsten bisher vorhersehbaren Fall müssten 1,8 Millionen US-Bürger wegen der Schweinegrippe im Krankenhaus behandelt werden, hieß es.

Die amerikanische Seuchenbehörde CDC in Atlanta nannte die Vorhersage aus Washington "ein plausibles Szenario, auf das wir uns vorbereiten müssen". Dem Bericht zufolge könnte die Infektionswelle schon Mitte Oktober einen Höhepunkt in den USA erreichen.

Washington drängt die Hersteller des ersten Impfstoffes gegen den H1N1-Erreger, das Vakzin schon vor Abschluss der klinischen Tests zur Verfügung zu stellen. Auf Vorschlag des Beraterausschusses sollte der Impfstoff bereits im September ausgegeben werden, etwa einen Monat früher als ursprünglich geplant.

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[26.08.2009, 11:31:46]
Dr. Horst Grünwoldt 
Schweinegrippe-Tote
Die utopischen Zahlen der CDC-Bürokraten sind fast so absurd wie seinerzeit die der fiktiven BSE-Opfer! Das Virus A-H1N1 hat überhaupt keine letalen Eigenschaften, sondern wird i.d.R. nur assoziiert nachgewiesen bei andéren Grundkrankheiten oder als Vorläufer einer bakteriellen Pneumonie, die nicht rechtzeitig oder fehlerhaft behandelt werden.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Klütz  zum Beitrag »

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