Ärzte Zeitung, 10.09.2009

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Ärzte und Apotheker wollen mehr Infos zu Schweinegrippe

Die Antworten der Leser auf die Umfrage zum Thema Neue Grippe sind eindeutig: Der Informationsbedarf ist hoch. Und auch wenn die KVen innerärztlich hoch umstritten sind: Die Erwartungen an die Körperschaften sind weiterhin sehr groß.

Von Hauke Gerlof

Ärzte und Apotheker wollen mehr Infos zu Schweinegrippe

Nichts geht über die persönliche Aufklärung durch Arzt oder Apotheker. Das ist jedenfalls die Meinung der Umfrageteilnehmer. Ergänzt werden kann die persönliche Information durch eigene Flyer. Publikumsmedien und Internet sehen Ärzte und Apotheker offenbar als nicht sehr gut geeignet zur Information an.

"Von wem wünschen Sie sich mehr Informationen zum Thema Schweinegrippe?" So lautete eine der Fragen an Ärzte und Apotheker im Fragebogen der "Ärzte Zeitung" zur Neuen Grippe/A/H1N1. Die größten Erwartungen der Leserinnen und Leser, die geantwortet haben, richten sich an die Körperschaften. 36,8 Prozent der gut 1100 Teilnehmer wünschen sich mehr Infos von den Kassenärztlichen Vereinigungen, 29 Prozent haben entsprechende Wünsche an ihre Ärzte- oder Apothekerkammer. Dahinter folgen etwa gleichauf die Landesgesundheitsministerien, das Bundesgesundheitsministerium, lokale Behörden und die Institute Robert Koch-Institut und Paul Ehrlich-Institut.

Ärzte und Apotheker wollen mehr Infos zu Schweinegrippe

Die Erwartungen an die eigenen Körperschaften sind bei Ärzten und Apothekern hoch, wenn es um Informationen zur Schweinegrippe geht. Die Antworten deuten aber darauf hin, dass das Angebot von Ärztekammern, Apothekerkammern und KVen zu A/H1N1 als durchaus ausbaubar angesehen wird.

An Aussagekraft gewinnen diese Zahlen noch, setzt man sie in Beziehung zu den am häufigsten genutzten Informationsquellen zur Schweinegrippe, nach denen die Leser ebenfalls gefragt wurden. Da steht zum Beispiel die "Ärzte Zeitung" mit der gedruckten Ausgabe und online ganz oben, beim Wunsch nach mehr Informationen steht die Tageszeitung dagegen ganz unten. Das deutet darauf hin, dass der Informationsbedarf zur Schweinegrippe in der Zeitung gut abgedeckt wird.

Ärzte und Apotheker wollen mehr Infos zu Schweinegrippe

Der Informationsbedarf zum Thema Schweinegrippe ist bei Ärzten und Apothekern offenbar sehr breit. Die Antworten zeigen auch, dass viele Heilberufler noch nicht optimal vorbereitet sind, wenn es wirklich ernst wird mit der Schweinegrippe. Viele Entscheidungen, etwa zur Abrechnung, stehen noch aus.

Anders sieht es bei den Ministerien und bei den kommunalen Behörden aus. Sie werden bisher kaum als Informationsquelle genutzt, aber Wunsch nach mehr Infos ist relativ groß - hier sehen die Umfrageteilnehmer offenbar Defizite. Die Kammern und KVen werden von Ärzten und Apothekern relativ viel als Informationsquelle genutzt. Aber der Bedarf ist noch deutlich höher. Das zeigt letztlich den hohen Stellenwert, den gerade KVen trotz allem immer noch bei den Mitgliedern genießen. Der Informationsbedarf geht offenbar weit über die Abrechnung der Impfung hinaus.

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