Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Uniklinik Essen: "Todesursache nach Schweinegrippefall noch nicht geklärt"

ESSEN (dpa). Die genaue Todesursache im Essener Schweinegrippefall ist noch ungeklärt. "Mit Untersuchungsergebnissen ist frühestens im Laufe der kommenden Woche zu rechnen", teilte am Donnerstag die Universitätsklinik mit.

Mit dem Gutachten seien noch Mediziner verschiedener Fachrichtungen befasst, sagte Klinikum-Sprecher Burkhard Büscher. Am 25. September war eine 36-jährige Frau aus Gelsenkirchen in der Uniklinik an der Folgen einer schweren Infektion gestorben. Bei Untersuchungen im Klinikum wurden auch Schweinegrippe-Viren nachgewiesen.

Die 180 Kilo schwere Raucherin und Diabetikerin starb letztlich an akutem Multiorganversagen, darunter einem Lungenversagen und einer Blutvergiftung.

Der Mikrobiologe am Klinikum, Professor Jan Buer, hatte erklärt, man müsse davon ausgehen, dass das Schweinegrippe-Virus ursächlich für den Tod der Frau war. Sollte sich die Vermutung bestätigen, wäre es der erste durch Schweinegrippe verursachte Todesfall in Deutschland.

Die europäische Behörde ECDC wertet den Tod der Frau als durch Schweinegrippe-Viren verursacht.

Topics
Schlagworte
Schweinegrippe (1416)
Krankheiten
Grippe (3193)
Sepsis (405)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »