Ärzte Zeitung online, 19.10.2009

Schweinegrippe: Frankreich beginnt mit Impfung

PARIS (dpa). Ärzte und Krankenschwestern in Frankreich werden von diesem Dienstag an gegen die Schweinegrippe geimpft. Aus diesem Anlass werde Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot-Narquin das Hospital Necker in Paris besuchen, teilte das Ministerium am Montag in Paris mit.

Am Sonntag war in dem Krankenhaus ein elf Monate altes, herzkrankes Baby an dem Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 gestorben. Das kleine Kind ist das 33. Todesopfer der Schweinegrippe in Frankreich und das achte im europäischen Teil Frankreichs.

Mitarbeiter der Krankenhäuser sollen in Frankreich vorrangig gegen das Virus geimpft werden. Nach Allerheiligen (1. November) sollen auch andere Bürger, die dies wollen, eine Spritze bekommen. Vorrang haben dabei Schwangere, Kleinkinder und ihre Betreuer sowie Kranke und Senioren vor gesunden Jugendlichen und Erwachsenen.

Frankreich hatte 94 Millionen Dosen Impfstoff gegen das Virus A/H1N1 (Schweinegrippe) bestellt. Dabei war erwartet worden, dass zwei Impfungen pro Person nötig sind und vier Fünftel der Bürger geimpft werden müssen. Jetzt meinen die Experten, eine Impfung reiche. Paris gibt daher der WHO neun Millionen Dosen für den Einsatz in Entwicklungsländern ab.

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