Ärzte Zeitung online, 23.10.2009

Umfrage: Impfbereitschaft gegen Schweinegrippe sinkt drastisch

BERLIN (dpa). Kurz vor dem Start der bundesweiten Impfaktion gegen die Schweinegrippe am kommenden Montag ist die Impfbereitschaft in Deutschland nach einer Emnid-Umfrage drastisch gesunken. Wollten sich im Juli noch rund 51 Prozent impfen lassen, sind es jetzt nur noch 13 Prozent, ergab eine Umfrage für den Nachrichtensender N24.

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Rund zwei Drittel der Männer und Frauen schließen eine Impfung danach sogar ganz aus. 20 Prozent haben sich noch nicht entschieden.

"Es ist bemerkenswert: Gerade jetzt, wo die Zahl der Schweinegrippefälle zunimmt, nimmt die Impfbereitschaft ab", so Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner am Freitag in einer Mitteilung.

Viele Befragte glauben nicht, dass eine Impfung notwendig ist: 85 Prozent halten die Warnungen vor der Schweinegrippe für übertrieben. "Viele ziehen ihre Schlüsse aus der früheren Diskussion um die Vogelgrippe. Auch damals wurde die Gefahr beschworen, ohne dass etwas passierte. Viele glauben, dies könne auch jetzt so sein", sagte Schöppner.

Für die Umfrage wurden laut Emnid etwa 1000 Menschen befragt.

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