Ärzte Zeitung online, 23.10.2009

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Schweinegrippe: Dritter Toter in Deutschland

STUTTGART/MANNHEIM (dpa). In Deutschland gibt es einen dritten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Ein mit der Neuen Grippe infizierter Patient der Universitätsklinik Mannheim sei am Freitag gestorben, teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium in Stuttgart mit.

Der 65-jährige Mann habe bereits an mehreren chronischen Vorerkrankungen gelitten.

„Den heute bekannt gegebenen Todesfall bedaure ich sehr. Der Familie des Verstorbenen spreche ich meine herzliche Anteilnahme aus“, erklärte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz in einer Mitteilung des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Die Ministerin betonte, die Neue Grippe, auch wenn sie bisher in den meisten Fällen einen milden Verlauf nahm, dürfe nicht verharmlost werden. Die Landesregierung nehme die Lage ernst und habe die notwendigen Vorkehrungen zum Schutz der Bürger getroffen.

„Die Einschätzung der Lage hat sich durch den Todesfall nicht verändert. Wir werden mit der Impfung gegen die Neue Grippe am Montag beginnen“, erklärte Stolz. Entsprechend der Empfehlung der ständigen Impfkommission sollen zunächst chronisch erkrankte Personen und die Beschäftigten im Gesundheitswesen geimpft werden. In einer ersten Lieferung habe Baden-Württemberg rund 200 000 Dosen Impfstoff erhalten.

Das ist deutlich weniger, als ursprünglich gedacht und eingeplant war, es könne allerdings sein, dass die eine oder andere Apotheke und damit auch der eine oder andere Arzt nicht sofort die Menge Impfstoff bekommt, die bestellt wurde. Insgesamt soll Baden-Württemberg 6,35 Millionen Dosen des Impfstoffes gegen die Neue Grippe erhalten. „Ich bin zuversichtlich, dass damit ein Großteil der Baden-Württemberger geimpft werden kann“, sagte Scholz.

Am 25. September war eine 36-jährige Frau in der Essener Universitätsklinik an dem Virus gestorben.

In München war Anfang Oktober ein fünfjähriger Junge mit dem H1N1-Virus einer Lungenentzündung erlegen.

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