Ärzte Zeitung online, 30.10.2009
Schweinegrippe-Impfung:
Schweden
veröffentlicht Untersuchung zu den fünf
Todesfällen
UPPSALA (hub). Die schwedische
Arzneimittelagentur Läkemedelsverket (MPA) hat mitgeteilt,
dass es in zeitlichem Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung
fünf Todesfälle gegeben hat. Allerdings spreche
nichts für eine kausale Beziehung zwischen Impfung und Tod, so
die Agentur.

Foto:
OutStyle©www.fotolia.de
Bis zum gestrigen Tage wurden in Schweden 1,4
Millionen Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix®
verteilt. Von Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes wurden etwa 200
Nebenwirkungen nach Impfung an die MPA gemeldet, von Verbrauchern
zwischen 400 und 500 solcher Reaktionen. Auch fünf
Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung wurden
der MPA berichtet.
Alle fünf Gestorbenen schwer chronisch krank
Hierzu teilt die Agentur auf ihrer Website
mit: Alle fünf Betroffenen hatten zuvor bekannte chronische
Grunderkrankungen wie KHK, Diabetes, Niereninsuffizienz,
Muskeldystrophie oder Altersdemenz. Alle Patienten erhielten
eine medikamentöse Dauertherapie wegen der Erkrankungen. Drei
Patienten waren über 75 Jahre, die beiden anderen zwischen 54
und 65 Jahre alt.
Für einen Patienten liegen bereits die Ergebnisse der
Autopsie vor: Demnach litt der Patient an einer generalisierten
Atherosklerose und hatte bereits vorangegangene Herzattacken.
Für die vier anderen Verstorbenen werden die
Autopsie-Ergebnisse erwartet. Von dem, was dabei bisher herausgekommen
ist, lasse nichts auf einen Kausalzusammenhang von Tod und Impfung
schließen, so die MPA weiter.
Pro Tag über 200 natürliche
Todesfälle in Schweden
Die Behörde merkt an, es sei wichtig zu wissen, dass
jeden Tag 200 bis 250 Menschen in Schweden sterben. Die Mehrzahl der
täglichen Todesfälle betreffe ältere
Menschen mit Komplikationen ihrer chronischen Grunderkrankungen. Ein
großer Teil der Bevölkerung werde geimpft, vor allem
Ältere und andere Risikogruppen.
Die gemeldeten Nebenwirkungen entsprechen im Wesentlichem dem,
was aus den Zulassungsstudien von Pandemrix® bekannt sei:
Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle,
grippeähnliche Symptome und Muskelschmerzen. Bei der
Zusammenstellung vermuteter Nebenwirkungen werde sich die schwedische
Arzneimittelagentur auf bisher unbekannte oder schwer wiegende
Nebenwirkungen konzentrieren.
20 gemeldete Fälle von Nebenwirkungen wurden als
schwer wiegend eingestuft und ursächlich mit der Impfung in
Verbindung gebracht. Hier handele es sich primär um
allergische Reaktionen, so die MPA. Darunter sind auch fünf
anaphylaktische Reaktionen, bei vier Patienten sei eine Allergie auf
bestimmte Nahrungsmittel oder Arzneien bekannt.
Informationen des PEI
Weitere
aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe
(Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite
Unerwünschte Impfwirkungen
Häufigste Nebenwirkungen bei Influenzaimpfungen sind Reaktionen an der Einstichstelle wie Verhärtungen, Schwellungen, Schmerzen und Rötungen. Sie treten bei der H1N1-Vakzine Pandemrix® mit einer Häufigkeit von über zehn Prozent auf. Grippe-ähnliche Symptome wie Fieber und Schüttelfrost betreffen weniger als zehn Prozent. Andere Nebenwirkungen treten in der Regel nicht häufiger auf als bei Ungeimpften. (mut)
|
| [12.11.2009, 17:19:48] |
| Dr. Klaus-Henning Bähr
|
|
| Debatte um H1N1-Impfung: Unvoreingenommene Berichterstattung wäre im allgemeinen Interesse
|
Bei den fünf Todesfällen, die sich in Schweden in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung mit Pandemrix ereigneten, besteht also nach Auskunft der schwedischen Arzneimittelagentur kein ursächlicher Zusammenhang mit dieser Impfung, weil es sich um Personen mit "chronischen Grunderkrankungen" handelte. Ist die Frage, ob diese Personen noch leben würden, wenn sie nicht geimpft worden wären, so abwegig, dass sie nicht der Erörterung bedarf, oder ist sie nicht im Interesse derer, die mit großem medialen Aufwand für die Impfung werben? Eine unvoreingenommene Berichterstattung über alle Sachverhalte, die für eine Entscheidung für oder gegen die Impfung von Bedeutung sein können, wäre im allgemeinen Interesse. zum Beitrag »
|
|
 |
|
| [11.11.2009, 06:50:05] |
| Barbara Tolle
|
|
| Todesfälle in Schweden in zeitl. Zusammenhang mit H1N1-Impfung
|
Aha, die Todesfälle in Zusammenhang mit der Impfung sind also zeitlich rein zufällig, weil alle Betroffenen chronisch krank waren. Soweit ich sehe, litten auch die meisten der bislang 14 Toten unter den Erkrankten in deutschland an z.T. schweren chronischen Vorerkrankungen oder ihre Abwehr war aus anderen Gründen geschwächt. Was ist nun das größere Risiko für chronisch Erkrankte: In zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung oder der neuaartigen Grippe zu sterben?!? zum Beitrag »
|

Weitere Beiträge