Ärzte Zeitung online, 01.11.2009

Experte: Stimmungswandel bei Schweinegrippe-Impfung zu spät

LEIPZIG (dpa). Der Stimmungswandel bei der Schweinegrippe-Impfung kommt nach Ansicht des Virologen Professor Uwe Gerd Liebert womöglich zu spät. "Je mehr Schweinegrippefälle bekannt werden, desto mehr Deutsche werden ihre bisherige Impfzurückhaltung aufgeben. Ich befürchte nur, dass viele Menschen zu spät aufwachen."

Liebert empfiehlt dringend, sich im November zunächst gegen die saisonale Grippe und zwei bis drei Wochen später gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. "Wer sich erst nach Weihnachten impfen lässt, der läuft Gefahr, auf dem Höhepunkt der Grippesaison zu spät zu kommen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Leipzig der "Leipziger Volkszeitung" (Montagsausgabe).

Ein wirksamer Schutz trete erst drei Wochen nach Impfung ein. Aus seiner Sicht ist die Zahl der Todesfälle in Deutschland noch immer außergewöhnlich gering. Bislang hat das Robert Koch-Institut sechs Todesfälle registriert.

Lesen Sie dazu auch:
Virologe: Keine Panik, aber impfen!
Virologe: Bedenken gegen Schweinegrippe-Impfung werden verschwinden
Streit um Schweinegrippe-Impfung

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Topics
Schlagworte
Schweinegrippe (1416)
Impfen (4057)
Organisationen
RKI (1784)
Krankheiten
Grippe (3232)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »