Ärzte Zeitung online, 03.11.2009

Anaphylaktischer Schock nach Schweinegrippe-Impfung

DÜSSELDORF (dpa). Nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe hat ein Mann in einer Düsseldorfer Arztpraxis einen anaphylaktischen Schock erlitten. Er habe den etwa 30 Jahre alten Mann binnen 90 Sekunden behandeln müssen, um ihn zu retten, sagte der Arzt Christian Wittig am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit Medienberichte.

Anschließend habe er den Patienten vorsorglich in ein Krankenhaus bringen lassen, das er aber nach kurzer Zeit wieder habe verlassen können. Eine solche Überreaktion "kann bei jeder Impfung auftreten", sagte Wittig.

Zu dem Vorfall sei es am Samstag gekommen. Der Impfpatient habe nach der Spritze mit dem Serum Pandemrix® plötzlich Bluthochdruck bekommen, der Puls sei gestiegen und er sei in Atemnot geraten. "Der Patient war jung und gesund", betonte Wittig. Wahrscheinlich handele es sich in Deutschland um den ersten Fall eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks nach einer Schweingrippe-Impfung. Zugleich warnte der Arzt, dass die Impfwilligkeit der Bevölkerung nicht leiden dürfe.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »