Ärzte Zeitung online, 12.11.2009

Schweinegrippeopfer in Italien auf 42 angestiegen

ROM (dpa). Die Zahl der Schweinegrippetoten ist in Italien am Donnerstag auf 42 angestiegen. Zwei Menschen starben am Vormittag, fünf innerhalb von 24 Stunden, wie italienische Medien berichteten. In den meisten Fällen handele es sich um Patienten, bei denen das pandemische Grippevirus vom Typ H1N1 auf bereits bestehende Krankheiten getroffen sei.

Unterdessen grassiert die neue Grippe in den Bildungsstätten des Landes: In der norditalienischen Region Emilia-Romagna seien 18,6 Prozent der Schulkinder betroffen, hieß es. Landesweit sind laut Gesundheitsministerium über fünf Prozent der Schüler zwischen 5 und 14 Jahren infiziert.

Während das italienische Gesundheitsministerium aufforderte, die Impfmöglichkeiten wahrzunehmen, äußerte der Verbraucherschutzverband "Codacons" Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Impfstoffe. Geimpft werden in Italien zunächst nur besonders gefährdete Gruppen wie Krankenhauspersonal, Blutspender, chronisch Kranke und schwangere Frauen. In vielen Regionen ist noch nicht ausreichend Impfstoff für alle vorhanden. Die Regierung hatte bereits mehrfach betont, dass die Schweinegrippe weit weniger tödlich sei als die saisonale Grippe, aber ansteckender.

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