Ärzte Zeitung online, 13.11.2009

PEI: Kein "Golfkriegs-Syndrom" durch Impfstoff

LANGEN (dpa). Sorgen über den Zusatzstoff Squalen im Impfstoff gegen die Schweinegrippe sind nach Ansicht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) unbegründet. Es gebe keinen Zusammenhang mit einem unklaren Krankheitsbild amerikanischer Soldaten, das als "Golfkriegs-Syndrom" beschrieben wird, teilte das Institut am Freitag in Langen bei Frankfurt mit.

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Weltweit - wie hier in China - sind die Impfungen gegen die Schweinegrippe angelaufen. Das PEI zerstreut jetzt Bedenken gegen Squalen im Schweinegrippe-Impfstoff.

Foto: dpa - Bildfunk

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO war Squalen gar nicht wie zunächst angenommen im Milzbrand-Impfstoff für US-Soldaten enthalten.

Squalen, das in dem H1N1-Impfstoff Pandemrix® enthalten ist, sei ein natürlicher Bestandteil menschlicher Körperzellen und Hauptbestandteil vieler Nahrungsergänzungs- und Lebensmittel wie Lebertran, Fisch- und Olivenöl, berichtete das PEI am Freitag in Langen bei Frankfurt. Die in einer Impfdosis enthaltene Squalen-Menge sei nicht höher als die durchschnittliche tägliche Aufnahme mit der Nahrung.

Für die Befürchtung, das in Pandemrix® enthaltene Squalen könne zum "Golfkriegs-Syndrom" (GWS) führen, gebe es keinen Anlass, unterstrich das PEI. Das "Golfkriegs-Syndrom" beschreibe eine unklare Gesundheitsstörung mit Gelenk- und Muskelschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung, die erstmals bei den heimgekehrten US-Soldaten des Zweiten Golfkriegs 1991 beobachtet worden sei. Die Ursache sei unbekannt. Bei einigen der Betroffenen seien Antikörper gegen Squalen festgestellt worden, als mögliche Quelle sei der Impfstoff gegen Anthrax (Milzbrand) vermutet worden, den viele Soldaten erhielten. Später seien Zweifel an der Testmethode aufgekommen. In neuen Tests sei ein Zusammenhang mit GWS nicht gefunden worden.

Zur Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts

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