Ärzte Zeitung online, 17.11.2009

Schweinegrippe: In Hessen dürfen bald auch Privatärzte impfen

FRANKFURT AM MAIN (pei). Das hessische Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass demnächst auch Privatärzte und Fachärzte ihre Patienten gegen H1N1 impfen können.

Wie eine Sprecherin mitteilte, sollen die Privatärzte mit dem Ministerium einen Vertrag zu den Bedingungen der Vertragsärzte schließen. Die Landesärztekammer werde über den Ablauf informiert. Wegen des derzeitigen Engpasses bei der Impfstoff-Versorgung könne es aber noch etwas dauern, bis diese Arztgruppen den Impfstoff bekommen.

Privatärzte und Fachärzte beklagen in mehreren Bundesländern, dass sie von der Impfung ausgeschlossen sind. Sabine de Lage-Weidler, privatärztlich tätige Pädiaterin in Kronberg, sagte auf Anfrage, es gehe ihr überhaupt nicht um die Vergütung (in Hessen 6,50 Euro), sondern darum, ihre eigenen Patienten gegen die Schweinegrippe impfen zu können. Deshalb habe sie die hessische Impfregelung öffentlich kritisiert. Auch ihr Mann, privatärztlich tätiger Onkologe, wolle seine Patienten, die ja besonders gefährdet seien, selbst impfen.

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