Ärzte Zeitung online, 20.11.2009

Umfrage: Ärzte schätzen Schweinegrippe jetzt gefährlicher ein als Anfang Oktober

Umfrage: Ärzte schätzen Schweinegrippe jetzt gefährlicher ein als Anfang Oktober

KOBLENZ (eb/dpa). Bei Deutschlands Ärzten wächst einer Umfrage zufolge die Sorge vor der Gefahr durch die Schweinegrippe.

Fast jeder zweite Arzt (47 Prozent) sieht in dem neuen H1N1-Virus mindestens eine erhöhte Bedrohung. Das geht aus dem Gesundheitsmonitor der CompuGroup hervor, der am Freitag in Koblenz veröffentlicht wurde. Vor dem Beginn der bundesweiten Impfungen hatten Anfang Oktober nur rund 13 Prozent der Mediziner so geurteilt.

Umfrage: Ärzte schätzen Schweinegrippe jetzt gefährlicher ein als Anfang Oktober

Foto: michanolimit ©www.fotolia.de

Der Meinungswandel in Bezug auf die Gefährlichkeit der Schweinegrippe macht sich auch bei den Patienten bemerkbar. Nach Meinung der behandelnden Ärzte sehen fast 44 Prozent der Patienten ein "erhöhte", "ernste" oder "sehr ernste" Gefahr in der Neuen Grippe. Vor dem Beginn der Impfungen waren es laut Gesundheitsmonitor 16 Prozent.

Der Umfrage zufolge wollen sich inzwischen rund 54 Prozent der Ärzte gegen das H1N1-Virus impfen lassen. Anfang Oktober hatten dies 43 Prozent der Mediziner vor. Etwa 64 Prozent der Ärzte halten den Impfstoff für sicher. Zuvor meinten das nur 51 Prozent. Nach Einschätzung der Initiatoren der Umfrage scheinen sich darin die persönlichen Erfahrungen der Impfärzte widerzuspiegeln.

Für die nach Angaben der CompuGroup repräsentative Umfrage wurden im Abstand von sechs Wochen - vor und nach dem Impfbeginn ­ bundesweit 440 Allgemeinärzte, Internisten, Kinderärzte und Gynäkologen befragt.

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