Ärzte Zeitung online, 25.11.2009

Schweinegrippe: Erste Opfer bei Pilgerfahrt in Mekka

RIAD (dpa/nös). Allen Vorbereitungen zum Trotz, hat die Schweinegrippe unter den Pilgern im saudi-arabischen Mekka erste Todesopfer gefordert. Bislang seien vier Menschen an den Folgen einer H1N1-Infektion gestorben, erklärten die saudischen Behörden.

Bei 68 weiteren Pilgern hätten Ärzte das H1N1-Virus nachgewiesen. Sorgen vor einer massenhaften Ansteckung wiesen die Behörden aber als weitgehend unbegründet zurück.

Dennoch steht die diesjährige Pilgerfahrt an die Kaaba ganz unter dem Zeichen des neuen Influenzavirus. So wurde Pilgern vorab empfohlen sich impfen zu lassen. Viele Staaten legten ihren Bürgern an Herz, die Pilgerfahrt auf das nächste Jahr zu verschieben. Auch in Saudi-Arabien hat man sich gerüstet: Medienberichten zufolge sollen weit über 10 000 medizinische Helfer zur Betreuung bereitstellen. An die Pilger wurden Vorsorgesets und Gesichtsmasken verteilt.

Die Pilgerfahrt begann am Mittwoch in der Zeltstadt Mina. Am Donnerstag ziehen die Wallfahrer dann weiter zum Berg Arafat, wo der "Hadsch" seinen Höhepunkt erreicht. Am Freitag begehen die Pilger gemeinsam mit den Muslimen in aller Welt das Opferfest.

Rund 2,5 Millionen Pilger werden dieses Jahr erwartet. Die Wallfahrt ist eine von fünf religiösen Pflichten für gläubige Muslime und zog in den letzten Jahren jeweils rund drei Millionen Menschen zu den heiligen Stätten.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »