Ärzte Zeitung online, 27.11.2009

Noch kein Vertrag für Schwangeren-Impfstoff

ERFURT (dpa). Der Liefervertrag für einen Schweinegrippe-Impfstoff speziell für Schwangere in Deutschland ist noch nicht unterschrieben. Die Abstimmung mit den Bundesländern sei noch im Gange, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mit.

"Wir hoffen, dass der Impfstoff im Dezember zur Verfügung steht", sagte der im Ministerium zuständige Abteilungsleiter Heinz Fracke. Für die Impfung Schwangerer sollen 150 000 Dosen eines Impfstoffs ohne Wirkstoffverstärker bei einem australischen Hersteller bestellt werden. Das sollte ursprünglich bis Ende November geschehen. Thüringen hat derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz.

"Das Ziel Monatsende für die Vertragsunterzeichnung haben wir noch nicht aus den Augen verloren", sagte Fracke. Er betonte, dass der Impfstoff ohne Adjuvanzien ausschließlich für Schwangere zur Verfügung stehe, nicht aber für Kinder oder Allergiker. Das gelte auch für Menschen, die nachweislich unter Allergien gegen die Zusatzstoffe Thiomersal und Formaldehyd leiden. Diese sind im herkömmlichen Impfstoff Pandemrix® enthalten, von dem die Bundesländer 50 Millionen Dosen bestellt haben.

In einem vom Ministerium im Internet veröffentlichten Aufklärungsmerkblatt heißt es allerdings ausdrücklich, Personen mit bekannter starker Überempfindlichkeit gegen diese Stoffe dürften mit Pandemrix nicht gespritzt werden.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »