Ärzte Zeitung online, 02.12.2009

Vorrang für die Schweinegrippe-Impfung

Vorrang für die Schweinegrippe-Impfung

BERLIN (eb). Personen, denen sowohl Schutz gegen saisonale als auch gegen Neue Influenza empfohlen wird (etwa medizinisches Personal oder chronisch Kranke) und bei denen keine gleichzeitige Gabe beider Impfstoffe erfolgen soll, sollten zuerst gegen Neue Influenza geimpft werden. Das betont das Robert Koch-Institut (RKI). Zurzeit zirkulieren nämlich fast ausschließlich Neue Influenzaviren A (H1N1).

Das RKI weist darauf hin, dass es zur zeitgleichen Gabe saisonaler Influenza-Impfstoffe und pandemischer Influenza A (H1N1)-Impfstoffe noch keine klinischen Daten gibt. Deshalb wird empfohlen, mindestens zwei Wochen Abstand zwischen den beiden Impfungen einzuhalten. Unter anderem auch deshalb, weil nur so Nebenwirkungen, die kurzfristig nach einer Impfung auftreten können, der jeweiligen Impfung zugeordnet werden können.

Die Fachinformation des pandemischen Impfstoffs Pandemrix® schließt eine gleichzeitige Gabe eines anderen Impfstoffs jedoch nicht aus (bitte Fachinformation des anderen Impfstoffes beachten). Wenn eine gleichzeitige Impfung des saisonalen und des pandemischen Impfstoffs in Betracht gezogen wird, sollte diese an unterschiedlichen Injektionsstellen erfolgen (etwa linker und rechter Oberarm).

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »