Ärzte Zeitung online, 03.12.2009

Kein Todesfall in Deutschland durch Schweinegrippe-Impfung

Kein Todesfall in Deutschland durch Schweinegrippe-Impfung

LANGEN (dpa). Dem Bundesinstitut für Impfstoffe sind bislang 658 Verdachtsfälle von Reaktionen nach einer Schweinegrippe-Impfung gemeldet worden, darunter 15 Todesfälle. Bei keinem der gestorbenen Patienten sei jedoch ein Zusammenhang zwischen Impfung und Tod festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen am Donnerstag.

Kein Todesfall in Deutschland durch Schweinegrippe-Impfung

Der pandemische Schweinegrippe-Impfstoff ist sicher, sagt das PEI.

Foto: Ottmar Kittel©www.fotolia.de

Die meisten später gestorbenen Patienten seien vorerkrankt gewesen. Nach PEI-Angaben wurden bundesweit 4 bis 5,8 Millionen Dosen Pandemrix® verimpft.

Erstmals gab es auch einen Fall nach der Impfung mit Celvapan®, dem Impfstoff ohne Wirkverstärker (Adjuvans). "Das war eine anaphylaktische Reaktion", sagte die Sprecherin. Diese treten laut PEI nach Impfungen mit einer geschätzten Häufigkeit zwischen ein und zehn Fällen pro einer Million Dosen auf.

Das PEI verwies auf eine Studie der schwedischen Gesundheitsbehörde, die ebenfalls unerwartete Reaktionen nach der Schweinegrippe-Impfung auflistet. Demnach wurden in Schweden bis Mitte November unter anderem 26 000 Kinder bis drei Jahren geimpft. Dabei wurden zwei Fälle von ernsthaften Reaktionen wie mehrmaliges Erbrechen gemeldet. Außerdem seien 31 000 Schwangere mit Pandemrix® geimpft worden. Vier Fehlgeburten und ein im Mutterleib gestorbener Fötus standen dabei im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. In keinem dieser Fälle wurde die Impfung aber als Ursache bestätigt.

Zum Verdachtsfallbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 2.12.2009 (PDF)

Zum Abstract der Studie der schwedischen Gesundheitsbehörde Läkemedelsverket

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[03.12.2009, 19:48:45]
Anja Neuman-Mahr 
Chron. kranke versterben eher an den nebenwirkungen der impfung?? warum dann impfen??
Ich bin doch wieder einmal einigermassen heftigüber unser alseits geschätztes PEI entsetzt.


Da werden gerade die chron. Pat. aufgefordert sich impfen zu lassen , wenn dann aber einer der chron. kranker verstirbt nach der Impfung dann waren die vorerkrankungen schuld..??

Wie soll man das bitte verstehen, dann ist es ja besser für die chron kranken sich nicht impfen zu lassen und abzuwarten ob sie die H1N1 Infektion bekommen oder nicht.??

Das ist wieder mal so typisch für diese sog unabhängigen Institute..

Bin mal gespannt von den leuten die schwerwiegenden nebenwirkungen hatten ob es denn die eine oder andere Entschädigung gibt der mit lebenslanhgen nebenwirkungen leben muss..bekommen die dann eine Entschädigung?

Wohl eher nicht, denn sie waren ja vorher krank..

Dazu hätte ich sehr gerne mal eine Stellungnahme, wer haftet denn wenn was passiert?????????


Oder soll man sagen: Pech für die chron Kranken?????

Da hat ein Pat aufgrund der Impfung einen schweren Status erlitten und bekommt dann gesagt, das hat nichts ursächlich mit der Impfung zu tun..Bitte? Mit was denn??

Wie abgebrüht muss man da denn sein??
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