Ärzte Zeitung, 09.12.2009
Kommentar
ASS - die neue Sau im H1N1-Dorf
Von Michael Hubert
Arzneien wie Paracetamol oder ASS können die Impfwirkung schwächen, meldete ein Nachrichtenmagazin online.
Das kann herzkranke Patienten verunsichern. Mögliche Folgen: Sie setzen
bei der Impfung - aktuell der gegen H1N1 - niedrig dosiertes ASS ab,
oder sie lassen sich erst gar nicht impfen. Schlecht ist beides.
Dabei gibt es keinen Grund, die Kombi von Impfung und ASS als
Problem zu sehen. Die zitierten Studiendaten stammen aus
Tierexperimenten. Und: Um Impfungen ging es dabei gar nicht.
Aber: Eine solche Meldung passt in die Zeit. Es wird über
Schweinegrippe und die Impfung debattiert - kontrovers, auch unter
Medizinern. Patienten sind sowieso schon verunsichert, solche Meldungen
erhöhen die Verunsicherung noch. Die klare Botschaft an die
(Herz-)Patienten kann nur lauten: Lasst Euch impfen, nehmt das niedrig
dosierte ASS weiter!
Anders ist es bei Paracetamol. Hier sind die Studiendaten klar: Die
prophylaktische (!) Gabe der Arznei mindert die Immunantwort auf einige
Komponenten von Mehrfachimpfstoffen - bei Kleinkindern. Letztlich ist
die Situation wie immer: Den Überblick zu behalten und den wahren Kern
von Meldungen zu erkennen, ist gerade für Hausärzte eine stete
Herausforderung.
Weitere
aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue
Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite
Lesen Sie dazu auch:
Mindert ASS Erfolg von H1N1-Impfung?
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| [10.12.2009, 12:38:41] |
| Margarita Moerth
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| ...die neue Sau.....
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Wie immer gescheit und exakt auf den Punkt gebracht.
Chapeau zum Beitrag »
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