Ärzte Zeitung, 21.12.2009

Schweinegrippe - Komplikationen durch bakterielle Superinfektionen

Foto GSK, www.fotolia.de

BERLIN (hub). Bei den mit der Schweinegrippe assoziierten Todesfällen bei Kindern in den USA waren wohl auch Bakterien beteiligt. Etwa 30 Prozent der Betroffenen entwickelten im Verlauf der H1N1-Erkrankung eine bakterielle Superinfektion (Epid Bull 50, 2009, 516). Eine Impfung gegen Pneumokokken ist sowohl in den USA als auch in Deutschland Teil der Pandemiepläne.

In Deutschland ist die Impfung Standard für Säuglinge und Kleinkinder (mit Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff) sowie für über 60-Jährige, für chronisch Kranke ist sie - altersunabhängig - eine Indikationsimpfung (mit Pneumokokken-Polysaccharid-Vakzine).

Von April bis Oktober gab es in den USA 145 Todesfälle bei Kindern durch Influenza, das Mittel in den vergangenen fünf kompletten Saisons lag bei nur 82 Todesfällen. Besonders hoch ist das Sterberisiko durch H1N1 für Senioren: Es lag in Mexiko bei über 70-Jährigen bei zehn Prozent.

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