Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

Politikerin: Einige Länder auf Schweinegrippe schlecht vorbereitet

HAMBURG (dpa). Die SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann hat einigen Bundesländern Versäumnisse beim Kampf gegen die Schweinegrippe vorgeworfen. In einem Interview mit der "Braunschweiger Zeitung" forderte die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit im Bundestag, dass der Bund wieder für die Pandemieplanung zuständig sein solle.

Politikerin:
Einige Länder auf Schweinegrippe schlecht vorbereitet

Foto: © GSK / fotolia.de

Einige Länder seien schlecht vorbereitet gewesen, sodass es bei einem schweren Verlauf der Schweinegrippe zu einem "Desaster" und zu einem Chaos bei der Impfung gekommen wäre.

"In vielen Fällen fehlten ordentliche Impfvereinbarungen, es ist nicht klar gewesen, wer sich wo impfen lassen kann, wie informiert wird und wie die Prozesse ablaufen sollen", sagte die Politikerin der Zeitung weiter. Die Länder meldeten nur teilweise Daten über die Impfungen, sodass ein Überblick fehle.

"Wir müssen auch noch einmal über die Kompetenzverteilung sprechen - es wäre besser, wenn der Bund dies für alle Länder einheitlich mit einem nationalen Pandemieplan regelt. Dann gäbe es auch einheitliche Ansprechpartner und eine bessere Kommunikation."

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