Ärzte Zeitung online, 11.01.2010

Arzt veranlasst Anhörung im Europarat zu Schweinegrippe-Impfungen

STRAßBURG (dpa). Ob die Pharmaindustrie Druck auf Regierungen ausgeübt hat, um diese zum Einkauf großer Mengen Schweinegrippe-Impfstoffe zu bewegen, will der Europarat in Straßburg klären.

Die parlamentarische Versammlung werde auf Initiative des deutschen Sozialdemokraten und Arztes Dr. Wolfgang Wodarg am 26. Januar eine Anhörung mit Vertretern der Pharmaindustrie und der Weltgesundheitsorganisation WHO veranstalten, sagte eine Sprecherin der Staatenorganisation am Montag in Straßburg. Noch sei nicht klar, ob die Sitzung öffentlich sei oder hinter verschlossenen Türen stattfinden würde.

Die Pharmaindustrie habe die Gefahr der Schweinegrippe hochgespielt und die Regierungen unter Druck gesetzt, sagte Wodarg am Montag zur dpa. "Es ist mir unverständlich, wieso die nationalen Forschungsinstitute da mitgemacht haben."

Bereits im Dezember hatte Wodarg eine Petition gegen den "falschen Alarm" lanciert, der "Millionen gesunde Menschen der überflüssigen Gefahr von Nebenwirkungen nicht ausreichend getesteter Impfstoffe aussetzt".

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