Ärzte Zeitung online, 03.09.2010

Schweinegrippe-Virus weiterhin im Süden verbreitet

In Australien steigt die Rate von Grippekranken / Auch H3N2-Viren nachgewiesen

GENF (hub). In Australien, Neuseeland und Indien ist weiterhin das neue H1N1-Virus unterwegs. Doch auch H3N2-Viren werden isoliert, berichtet die WHO.

Schweinegrippe-Virus weiterhin im Süden verbreitet

© [M] Virus: GSK | Schwein: Eric Isselée / fotolia.com

In Australien hat gut jeder siebte Patient mit einer Atemwegserkrankung tatsächlich eine Influenza. Das haben Sentineluntersuchungen ergeben. Dabei sei die Rate positiver Influenzabefunde im Süden und Osten des Kontinents innerhalb von zwei Wochen von 5 auf 15 Prozent gestiegen, so die WHO. Unter diesen Patienten sei ein hoher Anteil von nicht gegen Schweinegrippe Geimpften. Insgesamt sei die Zahl von Patienten, die wegen akuter Atemwegserkrankungen derzeit in Australien einen Arzt aufsuchen, aber geringer als im Winter der Vorsaison, als die Influenzapandemie auf der Südhalbkugel tobte. Das mediane Alter der jetzt H1N1-Infizierten sei etwas höher als im vergangenen Jahr (21 versus 26 Jahre).

Bei den in Australien nachgewiesenen Grippeviren handele es sich überwiegend um das neue H1N1-Virus (Schweinegrippe-Virus). Aber auch H3N2-Viren würden isoliert, wenn auch nur auf niedrigem Niveau. In anderen Ländern auf der Südhalbkugel gibt es auch andere Verhältnisse. So dominiert in einigen Ländern nicht das Schweinegrippe-Virus, sondern ein H3N2-Virus (wir berichteten).

In den aktuell bei uns verfügbaren Influenzavakzinen sind wie üblich drei Virusstämme enthalten, es sind diese Saison: das neue H1N1-Virus, ein H3N2-Virus und ein B-Typ-Virus. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) meldet auf seiner Homepage, dass es bis zur 35. Kalenderwoche 16,1 Millionen Impfdosen freigegeben hat.

Lesen Sie auch:

Auch Schwangere gegen Grippe impfen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »