Ärzte Zeitung online, 07.09.2011

Forscher warnen vor drastisch steigenden Sepsis-Fällen

WEIMAR (dpa). Die Deutsche Sepsis-Gesellschaft hat vor deutlich steigenden Fällen von schweren Blutvergiftungen gewarnt.

In der zunehmend älteren Gesellschaft werde Sepsis "eines der Mega-Probleme der Zukunft", sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Professor Tobias Welte, am Mittwoch auf dem internationalen Sepsis-Kongress in Weimar.

Beängstigend sei vor allem die hohe Sterblichkeit von 30 bis 50 Prozent. Gut zwei Drittel der Sepsis-Fälle entstünden im Krankenhaus, erklärte der Generalsekretär der Sepsis-Gesellschaft, Professor Frank Brunkhorst.

"Von diesen wären rund 20 Prozent potenziell vermeidbar." In Weimar tagen bis Samstag mehr als 1000 Mediziner und Pflegekräfte auch zu Diagnoseverfahren bei Blutvergiftungen.

Topics
Schlagworte
Sepsis (211)
Innere Medizin (34926)
Krankheiten
Sepsis (425)
Personen
Tobias Welte (70)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »