Ärzte Zeitung, 06.06.2012

Sepsis: Kombitherapie bringt keinen Vorteil

JENA (eb). Mit zwei Breitbandantibiotika sind Organversagen bei schwerer Sepsis nicht seltener als mit einem Präparat, berichtet die deutsche Studiengruppe Kompetenznetz Sepsis (JAMA online, 21. Mai).

An der MAXSEP-Studie nahmen 600 Patienten mit Sepsis, meist durch Pneumonien und Infektionen im Bauchraum, an 44 Intensivstationen teil.

298 Patienten erhielten bis zu 14 Tage i,v, Meropenem, 302 Meropenem plus Moxifloxacin. Am Tag 28 gab es mit der Kombi 66 Todesfälle (23,9 Prozent), mit Monotherapie 59 Todesfälle (21,9 Prozent).

Die Zahlen am Tag 90: 96 (35,3 Prozent) und 84 Todesfälle (32,1 Prozent).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »