Ärzte Zeitung, 23.03.2007

KOMMENTAR

Tuberkulose ist ein globales Problem

Von Thomas Müller

Betrachtet man die Entwicklung der Tuberkulose-Zahlen in Deutschland, dann hat man es offenbar mit einem schwindenden Problem zu tun: Die TB-Inzidenz geht seit Jahren kontinuierlich zurück und liegt jetzt bei etwa 7,3 pro 100 000. Außerhalb der Industriestaaten sieht die Lage jedoch anders aus: In Afrika ist die Inzidenz nach Angaben der WHO 50-mal höher, in Südostasien immerhin noch 30-mal höher als in Deutschland.

Doch TB lässt sich nicht nur als Problem von Entwicklungs- und Schwellenländern bezeichnen. Der Erreger schickt sich zu einem globalen Comeback an, zum Teil im Schatten der HIV-Pandemie. Gefragt sind daher neue Strategien und auch neue Medikamente gegen die zunehmend multiresistenten Erreger. Wenn wir dabei den am stärksten betroffenen Ländern nicht helfen, könnte es sein, dass die TB-Zahlen auch in Deutschland demnächst wieder steigen.

Lesen Sie dazu auch:
TB-Resistenzen bleiben auch in Deutschland ein Problem

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »